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Mit diesem Modul kann eine abhörsichere verschlüsselte Datenübertragung
zwischen Server und Client eingerichtet werden. Die hier beschriebene Anleitung
wurde mit Version SuSE 7.3 getestet, dürfte aber auch bei älteren
Versionen funktionieren.
Alle Befehle und Änderungen müssen vom Benutzer root durchgeführt
werden. Das Modul mod_ssl (in Serie sec) muss installiert sein bzw.
nachinstalliert werden.
Im Verzeichnis
/usr/share/doc/packages/mod_ssl
befindet sich eine Dokumentation für mod_ssl. Dort ruft man als
Benutzer root das Skript
./certificate.sh
auf und gibt die Daten für die eigenen Schule ein.
Wichtig: Bei der Frage nach dem Passwort für den Schlüssel mit n
(=no) antworten, da sonst ein Starten des Apache-Servers nicht möglich ist.
Im Verzeichis
/etc/httpd/ssl.crt/
ist in der Datei server.crt das Server-Zertifikat gespeichert.
Anschließend muss die Datei /etc/httpd/httpd.conf angepasst werden. Im Abschnitt für den SSL-Server ändert man die Eintrage
DocumentRoot "/usr/local/httpsd/htdocs" ServerName www.eigene_schule.ac.at ServerAdmin webadmin@eigene_schule.ac.at
Wenn das gewählte Verzeichnis noch nicht existiert, muss es natürlich noch angelegt werden. Man kann für den SSL-Server auch dasselbe Verzeichnis /usr/local/httpd/htdocs wie für den ungesicherten Server verwenden. In das DocumentRoot-Verzeichnis legt man zur Demonstration eine Startseite index.html.
Mit dem Befehl yast sollte man noch überprüfen, ob die Startvariable für den SSL-Server auf yes gesetzt ist. Nach dem Aufruf von yast wählt man Administration des Systems -> Konfigurationsdatei verändern und setzt
httpd_sec_mod_ssl=yesDer Apache-Server muss jetzt mit
rcapache stop rcapache start
neu gestartet werden. Beim Starten sollte mod_ssl als Modul
erscheinen. Mit einem Webbrowser kann jetzt die neue Startseite aufgerufen
werden, indem man als Adresse
https://www.eigene_schule.ac.at
eingibt. Es müsste ein Fenster mit dem Hinweis auf ein neues Zertifikat
erscheinen. Ausgestellt wurde es von einer (nicht existierenden) Firma
Snake-Oil-Comany. Als Eigentümer sollte die eigene Schule erscheinen.
Die Dokumentation zu diesem Thema im Verzeichnis /usr/share/doc/packages/mod_ssl ist leider fehlerhaft. Daher eine Anleitung, wie es doch geht.
Wenn man im Verzeichnis
/usr/share/doc/packages/mod_ssl
den Befehl
./mkcert.sh make --no-print-directory /usr/bin/openssl /usr/sbin/ custom
eingibt, dann wird man wie beim oben erwähnten Skript ./certificate.sh aufgefordert die Daten für den Eigentümer und dann die Daten für die Zertifizierungsstelle einzugeben. Man kann sich damit also selber ein Zertifikat ausstellen.
Eine andere Variante besteht darin, dass man im Verzeichnis
/usr/share/ssl/misc
das Skript
./CA.sh -newca
aufruft und die Daten für eine Zertifizierungsstelle (also z. B. die eigenen
Daten) eingibt. Hier sollte man für den privaten Schlüssel ein sogenanntes
PEM-Passwort eingeben. Im Verzeichnis
/usr/share/ssl
editiert man dann die Datei openssl.cnf und ersetzt die Zeile
policy = policy_matchdurch
policy = policy_anythingEinige Zeilen weiter unten die Zeile
commonName = suppliedauf
commonName = optionalausbessern. Dann in das Verzeichnis
openssl ca -in server.csr -out server.crteingeben. Die neu erstellte Datei server.crt muss dann in das Verzeichnis /etc/httpd/ssl.crt kopiert werden.
Damit neue Zertifikate wirksam werden, muss wie oben beschrieben der Apache-Server neu gestartet werden.
Zertifikate für andere Schulen stelle ich mit dieser Methode gratis aus.
Senden Sie mir Ihre Datei server.csr an Herwig Reidlinger
webmaster@pinoe-hl.ac.at.
Das Zertifikat des Pädagogischen Institutes ist unter https://www.pinoe-hl.ac.at/
abrufbar.
Das Betreiben eines SSL-Server macht nur dann Sinn, wenn auf regelmäßig
Updates der Paketen openssl und mod_ssl eingespielt werden!
Letzte Änderung am
04.04.2003
webmaster@pinoe-hl.ac.at.