ARGE - NEWS
Nr. 10, September 1997
Die Zeitung für Lehrer
Die Version für das Internet
Wer die komplette Ausgabe als Zeitung, mit Layout haben möchte - jede HAK und HAS in NÖ. hat ab September diese aufliegen. Bitte um Nachfrage beim Direktor oder beim Kustos für`s BWZ.
Vorwort
Die Nummer 10, ein kleines Jubiläum also, erschien mir wichtig genug, um am Titelblatt der neuen Ausgabe der ARGE - News, keinerlei Foto oder eine Graphik aufscheinen zu lassen. Es war nämlich am 30.11.1993, also vor beinahe 4 Jahren, als die erste Ausgabe unserer kleinen "Zeitschrift" erschien. Ich habe mir die Nummer 1 nochmals angeschaut und konnte mit Freude wahrnehmen, daß diese erste Nummer in Inhalt und Substanz nicht mit den heutigen Ausgaben zu vergleichen ist. Viele verschiedene Autoren mit verschiedenen Inhalten tragen zur aktuellen Nummer bei, hoffentlich viele Leser in den Schulen interessieren sich für die ARGE - News.
Was fehlt mir nach wie vor? Die Rückmeldung von den Kolleginnen und Kollegen, vielleicht Kritik, vielleicht Anregungen in Form von Leserbriefen, Berichte von den Schulen, viel mehr Autoren mit noch vielfältigeren Beiträgen. Daher hier nochmals meine Bitte. Was immer sich in Sachen BWUP und ÜFA in den Schulen tut. Schickt mir einen kleinen Bericht, nur Text, oder besser mit Graphiken oder Fotos, ich verspreche die Veröffentlichung in der nächsten Ausgabe.
Jetzt aber endlich zum Inhalt der Nummer 10. Wie immer hoffentlich interessante Berichte von Multiplikatorenseminaren, dann der Hauptinhalt, eine sehr praxisnahe Anleitung zum Umgang mit dem neuen Programm ELDA zur Meldung von Dienstnehmern in der ÜFA an die ACT, verfaßt von Michael Hintermayer. Ein Bericht über eine knapp vor der Fertigstellung stehende Möglichkeit, Qualitätsmangement in der ÜFA zu betreiben, kommt hinzu. Was gibt es im Internet zum Thema ÜFA? Bereits ganz schön viel. Ein Bericht soll Euch einige Möglichkeiten zeigen, wo Informationen zu finden sind. Aktuelle ÜFA - Tips? "ÜFA - live" bringt sie! ÜFA`s an die Börse? Kollege Christian Spielauer war bei einem dementsprechenden Seminar dabei? Von der Neuausstattung der WINF - Räume berichtet Kollege Berthold und schließlich berichtet das immer aktive Tullner BWUP - Team über Erfahrungen im Projektunterricht und gibt Anregungen zum Thema Schnittstellen BWUP - Fremdsprachen.
Am Schluß noch zwei wichtige Hinweise bzw. Bitten. Bereits jetzt möchten wir darauf aufmerksam machen, daß die 3. Niederösterreichische Übungsfirmenmesse am 5. 11.1997 in Amstetten stattfinden wird. Wir ersuchen euch dringend, sofort nach Schulbeginn Überlegungen bezüglich der Teilnahme anzustellen, und, falls ihr eine hoffentlich positive Entscheidung trefft, euch so schnell wie möglich beim PI ( Mag. Heidemarie Matyas - Hauber ) anzumelden. Es erfolgt zwar selbstverständlich noch eine offizielle Ausschreibung, trotzdem wäre eine möglichst rasche Information über die zu erwartenden Teilnehmer von großem Interesse.
Der zweite Wunsch betrifft das, dieser Ausgabe beiliegende Formblatt. Um im kommenden Schuljahr eine möglichst intensive mündliche bzw. telefonische Kommunikation zwischen unseren ÜFA`s zu gewährleisten, ersuchen wir, eben dieses Formblatt so schnell wie möglich auszufüllen und rückzusenden. Selbstverständlich gibt es nach Einlangen aller Meldungen ein "Rundumfax" bzw. mail.
Was sonst als wiederum viel Spaß beim Lesen wünscht Euch
Anton Posch
BHAK - BHAS Neunkirchen
ELDA
A) Elektronischer Datenaustausch mit den Krankenkassen in der PRAXIS
Seit 1.1.1997 müssen die bis dahin händisch erstellten und per Post oder FAX an die jeweiligen Gebietskrankenkassen übermittelten Meldungen mittels elektronischer Datenfernübertragung durchgeführt werden. Dies bedeutet, daß
nur mehr mittels PC und Modem übermittelt werden dürfen. Die Vorteile dieses elektronischen Datenaustausches liegend auf der Hand:
Da solch ein Übertragungssystem nicht per Stichtag lückenlos von allen Betrieben genutzt werden kann, gibt es entsprechende Übergangsfristen bzw. Ausnahmebestimmungen. So zum Beispiel gelten Meldungen bis zum 30.6.1997 auch dann als ordnungsgemäß erstattet, wenn sie auf die herkömmliche Art und Weise erstellt werden.
Auch nach dem 30.6.1997 gelten obige (herkömmliche) Meldungen unter den folgenden Voraussetzungen als ordnungsgemäß erstattet.
1. Wenn die Meldung über Datenfernübertragung für die meldepflichtige Stelle unzumutbar ist oder
2. Wenn die Meldung durch einen nachweisbar unverschuldeten Ausfall
eines wesentlichen Teils der
Datenfernübertragungseinrichtung technisch unmöglich war.
Unzumutbarkeit liegt insbesondere dann vor wenn die meldepflichtige Stelle
Für die Datenfernübertragung ist entweder ein Zusatzmodul zum Lohnverrechnungsprogramm oder die Anschaffung und Installation eines speziellen Datenfernübertragungsprogrammes erforderlich. Mittels dieses Programmes können die erforderlichen Formulare am Bildschirm aufgerufen, ausgefüllt und anschließend an die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse übertragen werden. Von dort, werden die nicht Oberösterreich betreffenden Daten an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger nach Wien weitergeleitet, von wo sie ebenfalls elektronisch an die jeweilige Gebietskrankenkasse übertragen werden. Die Wartung der Programme erfolgt ONLINE, d.h. im Falle von Neuerungen im Übertragungsprogramm werden diese bei der nächsten Datenfernübertragung automatisch "online eingespielt".
B) Elektronischer Datenaustausch mit der (ACT) Krankenkasse
in den Übungsfirmen
Um obigen Neuerungen in der elektronischen Kommunikation zwischen den Betrieben und den Gebietskrankenkassen Rechnung zu tragen und um die betriebliche Praxis in den Übungsfirmen realitätsgetreu simulieren zu können, wurde von ACT (Austrian Center for Training Firms) die Entwicklung eines dem Leistungsumfang von ELDA entsprechend Programmes in Auftrag gegeben. Seit Anfang 1997 steht KKSPICO allen Übungsfirmen zur Verfügung. Dieses Programm kann über die Homepage von ACT via INTERNET "downgeloaded" werden.
Für die Übungsfirmen bestehen nun prinzipiell 2 Möglichkeiten, den Krankenkassen Datenaustausch mit ACT durchzuführen:
Nach dem "Download" muß die Datei KKSPICO.EXE (ca. 0,7 MB) entpackt und installiert werden. Für die Arbeit mit KKSPICO muß die Übungsfirma eine unbeschränkten Internetzugang haben. Die Übungsfirma Nature & Bike Sports konnte als 1. Österreichische Übungsfirma KKSPICO unter Windows 3.11 erfolgreich testen.
Installation:
KKSPICO erfordert folgende Voraussetzungen:
Ein Intel x86 kompatibler PC (mind. 386SX-16) mit 4 MB RAM und 5 MB Plattenspeicher
Eine Maus
Ein Windows 3.1 kompatibles Betriebssystem
Eine Bildschirmauflösung von mind. 640x480
Eine funktionierende TCT/IP Netzwerksoftware (unbeschränkter Internetzugang!)
Eine Netzverbindung an den Krankenkassen Server
Eine eindeutige IP - Adresse , wobei es egal ist, ob diese statisch oder dynamisch vergeben wird.
Es gibt grundsätzlich eine 16 bit Version (für Windows 3.1 bzw. Windows 3.11) und eine 32 bit Version (für Windows95 und Windows NT) welche in Kürze verfügbar sein soll.
Nach dem Entpacken von KKSPICO ("self extracting") und der Anpassung von Environment Variablen (lt. KKSPICO Manual) und der Behebung von etwaigen Fehlermeldungen, welche ebenfalls auf Grund des Manuals möglich ist, kann die eigentliche Arbeit mit dem Programm beginnen.
Für eine sinnvollen Betrieb mit der Krankenkasse müssen folgende Punkte durchgeführt werden.
Ich wünsche allen ÜFA Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg bei der Arbeit mit KKSPICO!
Literaturangaben:
Michael Hintermayer
BHAK - BHAS Krems
Qualitätsmanagement für ÜFA`s nach TQM
Mit einer Einladung des PI - Steiermark bzw. der Uni Graz zu einer ersten Arbeitssitzung im Dezember 1996 begann eine recht aufwendige und intensive Arbeit an einer hoffentlich fundierten Unterlage in Sachen "Qualität in der ÜFA".
Vorerst noch einige allgemeine Erläuterungen zu dieser Arbeit.
Die Arbeitsgruppe besteht aus Kolleginnen und Kollegen aus Kärnten, Wien, Steiermark und Niederösterreich ( Heidi Matyas-Hauber, Renate Rode und ich) bzw. 2 Assistenten der Uni Graz, die die bei weitem meiste Arbeit leisten und für den universitären ( wissenschaftlichen ) Hintergrund sorgen. Nicht zu vergessen auch Hr. Ing. Stix , Geschäftsführer der TQM Business Systems Unternehmensberatung GmbH., der dieses System des Qualitätsmanagements in der Praxis schon bei vielen Betrieben eingesetzt hat, und in der Steiermark auch bei einigen Schulen am Qualitätsmangement mitarbeitet.
Worum geht es?
Um die Formulierung von Qualitätskriterien für Übungsfirmen, um Übungsfirmenleitern in Selbstevaluation zu ermöglichen, die Arbeit an ihrer ÜFA zu überprüfen . Um nichts sonst. Keineswegs soll eine Unterlage geschaffen werden, die es wem auch immer ermöglichen soll, von außen eine Übungsfirma zu messen, zu kontrollieren und die Arbeit der Übungsfirmenleitung zu beurteilen.
Was ist so neu daran?
Es gibt doch schon viele Ansätze und Unterlagen, um die Qualität in der ÜFA zu messen? Nun, meiner Meinung nach, wird mit diesem Modell erstmals der Versuch unternommen , ein wirklich geschlossenes System zu entwickeln, mit einem fundierten Überbau ( TQM ). Trotzdem hat jeder die Freiheit, auch seine eigenen Vorstellungen von Qualität unterzubringen.
Wann wird die Arbeit fertig?
Sehr wahrscheinlich Ende September 1997. Dann werden die Unterlagen präsentiert und interessierte Kolleginnen und Kollegen können versuchen, das System für sich anzuwenden.
Kurzerklärung des Modells
Das Modell TQM - EFQM ( Total Quality Management - European Foundation of Qualitiy Management ) , welches als Basis dient, ruht auf folgenden Säulen. Es gibt sogenannte Befähigerkriterien ( Führung, Mitarbeiterorientierung, Strategie und Planung, Ressourcen sowie Qualitätssysteme und Prozesse ) und Ergebniskriterien ( Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit, Einfluß auf die Gesellschaft , Ergebnisse )
Jedes Kriterium ist nun auf die eigene Unternehmung bezogen zu beschreiben, wieweit man es bereits gekommen ist, wo es Verbesserungbereiche gibt usw. Diese Bewertung ist im self - assessment vorzunehmen.
Aus den Ergebnissen der ersten Selbstbewertung sollte sich ein Regelkreis insofern entwickeln, daß diese der Ansatzpunkt für immer weitere Schleifen darstellt, wo man versucht, den in den jeweiligen Kriterien beschriebenen Zielen näherzukommen oder diese zu erreichen.
Soweit der Prozess und das System an sich. Natürlich war das größte Problem, dieses System, welches natürlich auf ein real existierendes Unternehmen zugeschnitten ist, auf unsere ÜFA zu transferieren. Viele Besonderheiten wie z.B. die Definition des Kunden oder die Berücksichtigung des "eigenen Lernortes" sowie den Einbau von "pädagogischen Zielen" gab es zu berücksichtigen.
Wie werden die Unterlagen aussehen?
Neben eine Präambel, welche hoffentlich alle Voraussetzungen beschreiben wird, die die Arbeit in einer Übungsfirma erst möglich machen, wird es 2 Bände geben. Band 1 soll das Kernstück je Kriterium bilden ( Formulierung des Kriteriums mit Unterpunkten, Aufstellung einer Generalthese zum Kriterium, sowie Formulierung der konkreten Anforderungen ). Band 2 wird die "Standardformulare" beinhalten, die in Selbstbewertung zu erstellen sind. Dies wird also jene Unterlage sein, mit der ganz konkret zu arbeiten sein wird.
Soweit eine erste Vorstellung. Das kommt Euch noch alles sehr schwammig und kompliziert vor? Kann ich Euch nachfühlen. Für alle Interessierten wird es im kommenden Schuljahr einen ARGE - Tag oder Ähnliches geben, um das Modell und die Arbeit damit wirklich nahezubringen.
Anton Posch
BHAK - BHAS Neunkirchen
Bundesseminar zum Projekt: "Trainingsfirmen gehen an die Wiener Börse"
Am 29. und 30. April 1997 nahm ich am oben genannten Seminar in Wien teil, das von Spezialisten aus der Praxis unterstützt wurde. Unter der Leitung von Mag. Christian Posad versuchten die Teilnehmer die Idee, Übungsfirmen an der Wiener Börse zu plazieren, auf ihre Realisierbarkeit hin zu überprüfen. Im Mittelpunkt standen Fragen, wie Gründung und Führung einer ÜFA als AG, eine weitere Form der Finanzierung für eine ÜFA als AG, Börsehandel in einer festgesetzten Woche im Monat über act, Publizierung der Kurse über die act home page.
Ein Problembereich, den wir in diesem Zusammenhang bearbeitet haben, war die "stimmige" Bilanz. Die Gruppe war sich einig, daß der ÜFA Markt keine realistischen Bilanzen für eine Aktiengesellschaft zuläßt. Um beispielsweise an der fit Börse zu notieren, sollte das Unternehmen ein Grundkapital von mind. 40 Millionen besitzen und einen jährlichen Umsatz von ca. 2 Millionen aufweisen können. (der erste Wert im fit-Segment - Hirsch Servo AG - begibt 160.200 Stammaktien à Nominale 100!!!). Ein Lösungsansatz für dieses Problem geht in die Richtung, daß wir uns an den Branchenkennzahlen der Praxis orientieren (KGV, Dividenrendite) und versuchen, diese Ergebnisse auch in den Übungsfirmen, die in der Rechtsform einer AG geführt werden, zu erreichen.
Vor allem ist auch zu beachten, daß mit der Gründung/Umgründung einer ÜFA in eine AG aktienrechtliche Vorschriften verbunden sind, die auch für unsere Übungsfirmen AG relevant wären. Besonders möchte ich hier die Publizitätspflichten bzw. das Berichtswesen hervorheben. Dies hat zur Folge, daß die AG u. a. einen nach Aktienrecht "orientierten" Geschäftsbericht vorzulegen hat. Das allerdings setzt die Bereitschaft zur Publizität bei den Übungsfirmenleitern voraus.
Weiters ist zu berücksichtigen, daß in unserer Übungsfirmenwelt der Gewinn nicht zum Maß aller Dinge werden darf, da unser Lehrplan eindeutig die pädagogisch-didaktische Komponente betont. Die ÜFA ist ein Lernort, wo unsere Schüler an die Arbeiten der Praxis herangeführt werden sollen. Dieser Lernort muß es auch ermöglichen, Fehler machen zu dürfen und daraus zu lernen. Learning by doing und job rotation stehen im Vordergrund jeder Übungsfirmenarbeit.
Die Umwandlung einer bestehenden ÜFA in eine AG bietet sicherlich eine Reihe von methodisch-didaktischen Aufgaben und stellt eine sehr große Herausforderung für alle Beteiligten dar, ist jedoch immer im Kontext mit unserer pädagogisch-didaktischen Aufgabe zu sehen.
Bei diesem Bundesseminar wurde auch klar, daß über viele Bereiche noch einzeln, aber auch gemeinsam nachzudenken ist. Deshalb ist für Herbst 1997 ein Fortsetzungsseminar geplant.. Interessenten, die mit ihrer Übungsfirma an die Übungsfirmenbörse gehen wollen, sind dazu recht herzlich eingeladen. Bitte Ihr Interesse entweder bei Koll. Mag. Anton Posch (BHAK/BHAS Neunkirchen) oder bei Koll. Mag. Heidemarie Matyas-Hauber (HAK/HAS Tulln) zu Beginn des Schuljahres 97/98 bekanntzugeben.
Ich hoffe, Ihnen mit diesem Artikel einen Überblick über die Seminarinhalte gegeben zu haben, und stehe Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Mag. Christian Spielauer
HAK/HAS Tulln
Donaulände 64
3430 Tulln
Tel.: 02272/66651
Fax: 02272/666519
Schulen und Übungsfirmen im Internet
Man möchte meinen, daß sich da eventuell noch nicht viel gerührt hat, doch weit gefehlt. Als Anfänger bis mittelmäßig Fortgeschrittener bei der Anwendung dieses Mediums habe ich schon so einige interessante Adressen gefunden, die ich hiermit gerne weitergeben möchte. Ich hoffe, daß ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen diesen Artikel auch als kleine Aufforderung betrachtet, Internet - Adressen, die ihr kennt, in dieser Form weiterzugeben.
Doch jetzt konkret. Sucht man nach Informationen über Schulen im Allgemeinen, so ist man mit der Homepage von KEM (Kommunikationszentrum für elektronische Medien), bestens bedient. Von der Seite "Schulen online", von der man links zu den verschiedenen Schularten wählen kann, geht`s in sehr übersichtlicher Art und Weise weiter zu Homepages vieler österreichischer Schulen.
Die Adresse:
http://www.kem.ac.at/welcome.html
Über KEM haben wir in Neunkirchen auch unseren Erstversuch an Internet - Seiten publiziert. Wie das geht? Relativ einfach. Aber davon etwas später.
Eine zweite Adresse mit Infos über Schulen aber auch Universitäten sei auch noch genannt.
Die Adresse:
http://www.i-node.at/hopfi/school/
Auch hier findet man viele links zu allen möglichen Schulen und Unis, sofern man sich dort um die Einrichtung eines links bemüht hat. Wer konkret der Betreiber dieser Seiten ist, weiß ich bis dato leider nicht.
Doch jetzt zu den Übungsfirmen. Hier möchte ich ein klein wenig unterscheiden in Publikationen, die sich mit Übungsfirmen konkret befassen, d.h. Homepages von ÜFA`s, Dienstleitungsangebote usw. sowie Seiten mit wissenschaftlich - theoretischem Hintergrund, diese vorwiegend aus Deutschland.
Zu ÜFA`s allgemein möchte ich 3 Adressen nennen. Natürlich zuerst einmal die Homepage der ACT, interessant ist auch die Seite von Europen sowie jene des Übungsfirmenringes in Deutschland.
Adresse von act:
http://www.telecom.at/act/Adressse von Europen:
http://www.bfz-essen.de/projekte/euro_d.htmAdresse von ZÜF:
http://www.bfz-essen.de/zuef/zuef.htm
Von dort gibt es jeweils viele links zu interessanten Seiten. Von der wissenschaftlichen Seite möchte ich die folgenden Publikationen nenne, die sich mit ÜFA bzw. handlungsorientiertem Unterricht befassen. Es sind derzeit ausschließlich Adressen aus Deutschland, wobei ich besonders die Arbeiten von Dr. Tade Tramm, einer internationalen Kapazität in Sachen Übungsfirmen empfehlen möchte.
Tade Tramm:
http://www.wiso.gwdg.de/~ttramm/trammufa.htmlTade Tramm:
http://www.wiso.gwdg.de/~ttramm/perspektiven.htmlPreiss:
http://www.wiso.uni-goettingen.de/~ppreiss/Lernbuero/IntNetLb.html
Literatur bzw. theoretischen Hintergrund gibt es auch auf 2 Homepages österreichischer Universitäten, die sich schon länger mit Übungsfirmenarbeit befassen und dies auch im Internet kundtun. Es sind dies die Institute für Wirtschaftspädagogik in Linz und in Graz mit eigenen Homepages für ihre ÜFA`s und ( besonders Graz ) auch mit einer sehr reichhaltigen Literaturliste.
Linz:
http://www.wipaed.uni-linz.ac.at/iluistra/lui.htmGraz - Wipäd:
http://www.kfunigraz.ac.at/wipwww/Graz - ÜFA:
http://bkfug.kfunigraz.ac.at/~uefagraz/
Was aber gibt es in Niederösterreich? Ich habe vier Schulen bzw. deren dortige Übungsfirmen gefunden. Falls ich eine oder mehrere Schulen übersehen bzw. eben nicht gefunden habe, bitte rührt euch, laßt es uns wissen, wo man eure Homepage findet.
Gänserndorf:
http://www.kem.ac.at/gaensern/gaensern.htmWaidhofen/Thaya:
http://www.kem.ac.at/bhakwaid/bhakwth.htmWaidhofen/Thaya - ÜFA`s :
http://www.kem.ac.at/bhakwaid/uebfirm.htmLaa/Thaya: - ÜFA ( MMSC ):
http://msc.nanet.at/MMSC/Neunkirchen:
http://www.kem.ac.at/haknk/haknkhome.htmlNeunkirchen - Elequ:
http://www.kem.ac.at/haknk/Üfa/ELEQU/elequhome.htmlNeunkirchen - Herbie:
http://www.kem.ac.at/haknk/Üfa/HERBIE/herbiehome.htm
So, ich denke, das reicht erst einmal, um Internetsurfer einige Tage oder Nächte zu beschäftigen. Zum Schluß aber noch kurz zur Frage, wie kommt man ins Internet? Ich möchte die Art und Weise beschreiben, wie wir in Neunkirchen ( Kollege Herbert Piribauer und ich bzw. einige unserer ÜFA - Mitarbeiter ) das gemacht haben.
Geht ganz leicht mit dem neuen Word 97. - Das Programm hat ein eigenes Modul mit dem man HTML - Format = Internetformat, genauso schreiben kann wie Word - Dokumente. Wie man z.B. Grafiken einbindet oder links erzeugt, muß man sich ein wenig anschauen, ist aber nicht schwierig. Es gibt aber bereits viele weitere Internet - Tools, die das Erstellen von solchen Seiten erleichtern. Sehr professionelle Seiten sollen z.B. mit dem neuen "Front Page" von Microsoft zu erstellen sein. Schon hat man seine Seiten ( unsere sind zugegebenermaßen noch relativ simpel und nicht sehr professionell, aber es gibt uns erst einmal im www ) und geht zu Schritt 2.
Entweder ein örtlicher Provider, oder z.B. KEM. Schaut euch die Internetseite der KEM an, dort gibt es einen link zu einer weiteren Seite die euch die Vorgangsweise schildert. Wer`s konventionell möchte!
Nehmt Kontakt auf mit KEM - Frau Langwieser ( Feldmühlgasse 11, 1130 Wien, Tel. 01/8767680 ) , sie erklärt euch alles. Kleine, aber wichtige Anmerkung, KEM publiziert kostenlos!!!
Ist doch ganz leicht, oder? Viel Spaß beim Surfen oder beim Erstellen eigener Seiten wünscht euch
Anton Posch
BHAK - BHAS Neunkirchen
ÜFA - Trainer Bundesseminar April 1997. Ein Seminarbericht
Dieses in gewisser Weise schon traditionelle Bundesseminar fand heuer in Bad Tatzmannsdorf, unter Beteiligung von Kolleginnen und Kollegen aus allen Bundesländern statt. Unserer Seminarleiterin Mag. Renate Gmoser vom PI Steiermark war es gelungen, für diese Veranstaltung den von mir schon in meinem Internet - Artikel erwähnten Prof. Tade Tramm zu verpflichten. Dr. Tramm, um ihn kurz vorzustellen, erlangte seinen Ruf als internationale Kapazität in Sachen Übungsfirma bzw. handlungsorientiertem Unterricht als Universitätsassisten in Göttingen, und wird ( soweit ich gehört habe ), nun eine Professur in Sachen Wirtschaftspädagogik in Hamburg erhalten. Er begleitete uns als Moderator, als Gruppenmitarbeiter, aber auch als kritischer und interessierter Zuhörer über diese Seminarwoche. Neben vielen fachlichen Hinweisen zu unserem diesmaligen Hauptthema ( davon etwas später ) möchte ich ganz besonders seine Meinung über den Stand der Übungsfirmenarbeit bei uns in Österreich nicht unerwähnt lassen. Er war nämlich doch einigermaßen überrascht, wie gut wir mit der Arbeit bereits vorangekommen sind, wie tief bei uns in Österreich bereits in die Materie eingedrungen worden ist. Er ortet bei uns eine weit intensivere Beschäftigung mit Übungsfirmenarbeit als in Deutschland, wo seiner Meinung nach die Sache etwas stagniere. Ein Kompliment, welches ich hiermit an euch alle weitergeben möchte.
Nun zu unserem Hauptthema. Die Problematik, der wir uns diesmal nähern wollten war die Frage "Wie mache ich die Übungsfirmenarbeit einfach stimmiger, noch realitätsnäher?" Wir versuchten die Problemfelder zu identifizieren, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die Ergebnisse, die uns allen hoffentlich als Anregung für das neue Schuljahr dienen können, nachstehend.
Problemfelder der ÜFA - Arbeit |
Eigenheiten und Lösungsvorschläge bzw. Ansätze zur Verbesserung |
Personaleinkauf bzw. teilweises Überhand-nehmen desselben. |
Eigenheiten
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Vorschläge
Ausstattung, FAX, Kopierer, KFZ,... ü Laufende Aufwendungen wie z.B. Benzin, Dekoration, Transport,Reinigung, Werbung, Büromaterial ( Papier, Toner, Tintenpa- tronen,...), Instandhaltungen, Telefon, Versicherungen Semi- naraufenthalte, usw. ü Mögliche weitere Geschäftsfälle wie Schadensmeldungen,Mängelrügen, Prolongationsansuchen, spezielle Anfragen, Lieferverzug, Kunden - Bedarfserhebung usw....
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Fiktive Lieferanten |
Eigenheiten
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Vorschläge
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Nicht - Rückfluß der Ab-gaben und Steuern von ACT |
Eigenheiten
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Vorschläge
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Löhne und Gehälter bzw. deren teilweiser Nicht - Rückfluß in die ÜFA - Landschaft. |
Eigenheiten
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Vorschläge
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Mängel in der Ver-knüpfung zwischen ÜFA -Arbeit und BWUP sowie anderen Unterrichtsge-genständen |
Eigenheiten
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Vorschläge
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ACT bzw. Selbstver-ständnis und Dienstleis-tungsangebot von ACT |
Eigenheiten
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Vorschläge
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Transportproblematik |
Eigenheiten
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Vorschläge
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Das alles stellt, wie euch sicher klar ist, nur die wichtigsten Ergebnisse der Seminarwoche dar. Für weitere Anregungen von eurer Seite wäre ich dankbar. Hoffentlich könnt ihr einige der obenstehenden Anregungen in der ÜFA - Arbeit im kommenden Schuljahr gebrauchen bzw. berücksichtigen. Viel Spaß dabei wünscht euch
Anton Posch
BHAK - BHAS Neunkirchen
ÜFA-LIVE
Von Mag. Renate Rode, HAK - HAS Mödling
Liebe ÜFA - Leiterinnen und ÜFA - Leiter !!
Ich hoffe, Ihr hattet erholsame Ferien und konntet für das kommende ÜFA - Jahr viel Kraft und Energie tanken.
Ich habe mir für dieses ÜFA - Jahr vorgenommen, gewisse "Schwachpunkte" in meiner ÜFA zu beheben oder zumindest zu verbessern; wie z.B. meine Abwicklung der GKK (Siehe Artikel vom Kollegen Hintermayer in dieser Ausgabe!!), mein Mahnwesen, meine "Akte X" = Steuerabwicklung oder meine Jahresbilanz.
.... ganz schön viel !!! .... ich könnte Eure Hilfe sehr gut gebrauchen; daher schlage ich vor, daß wir gemeinsam ein Thema nach dem anderen besprechen. Da die Gebietskrankenkasse in dieser Ausgabe schon besprochen wird, stürzen wir uns gleich auf den nächsten "Brocken" - das Mahnwesen!
Meine Kunden - ich muß es leider sagen - sind schlechte Zahler, mein ÜFA - Geschäftskonto schaut daher oft sehr "traurig" aus. Die Mitarbeiter der Buchhaltungsabteilung bemühen sich redlich, aber die Mahnungen nach der Offenen - Posten - Liste durchzuführen, scheitert meistens daran, daß
* Rechnungen - mit dem falschen Betrag eingebucht wurden oder
- mit der falschen Buchungsart B statt DF gebucht werden und somit in der
Offenen - Posten - Liste nicht erfaßt wurden.
* Zahlungen - zu spät - nicht "in time" - ausgebucht werden oder
- mit der falschen Buchungsart B statt DZ gebucht werden und somit die
Rechnung in der Offenen - Posten - Liste offen bleibt.
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß - zumindestens bei den Handelsschülern (bei HAK - Schülern fehlen mir noch die Erfahrungswerte) - die Offenen - Posten - Liste allein zu abstrakt für das Verständnis des Schülers ist - "die Buchhaltung - unsere Blackbox" . Daher habe ich versucht durch ein Hängeregister, geordnet nach Kunden (d.h. pro Kunde eine Mappe mit allen offenen Rechnungen und Kopien der Mahnungen), mit "Reitern" z.B. grüne Reiter=1.Mahnung wurde abgeschickt, blaue Reiter = 2. Mahnung wurde abgeschickt usw., unser ÜFA - Mahnwesen zu verbessern. Die Schüler arbeiten gerne mit diesem Register, unser Mahnwesen wird dadurch für sie viel konkreter.
Jede Woche werden die Kundenmappen durchgearbeitet; bezahlte Rechnungen (lt. Kontoauszug) werden herausgenommen und abgelegt und die notwendigen Mahnungen werden geschrieben und die Kopie der Kundenmappe beigelegt.
Durch die Einführung dieses Mahnwesens hat sich die Zahlungsmoral der Kunden wesentlich verbessert und unser Geschäftskonto befindet sich zumindest zeitweise im Plusbereich.
Vielleicht kann der ein oder andere diese Idee in seiner ÜFA verwenden oder verbessern ( genauere Auskünfte gibt es bei mir!) oder Ihr habt eine bessere Lösung des Mahnproblems - Bitte schreibt, faxt oder schickt ein E-mail, damit ich Eure Vorschläge in der nächsten Ausgabe veröffentlichen kann !!!
Einen schönen Schulanfang und ein erfolgreiches ÜFA - Jahr wünscht Euch
Eure Renate
Wirtschaftsinformatik - Neuausstattung
Von Mag. Johannes Berthold - BHAK - BHAS Mistelbach
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wie sicher bereits allseits bekannt ist, steht an unseren Schulen mit Herbst 1997 eine Neuausstattung unserer EDV - Hardware ins Haus. Ich möchte Euch mit dem folgenden Artikel einen kleinen Überblick über dieses umfangreiche Projekt geben.
Vorbemerkung:
Die Ausstattung in den EDV-Räumen wurde bisher immer zentral durch das BMUK ausgeschrieben und den Bundesschulen zugeteilt. Seit einem Jahr werden die Ausschreibungen von den Bundesländern (Landesschulräten) abgewickelt, die ersten Länder waren Oberösterreich und Steiermark.
Für Niederösterreich und Wien wurde eine gemeinsame Vorgangsweise vereinbart, da sich dadurch viele Vorteile (gemeinsamer Ausschreibungstext, größere Mengen, gemeinsames Schulungskonzept, ........) ergeben. Weiters wird schon im Hinblick auf eine zukünftige Internetnutzung ein personifiziertes Netz eingeführt, um eine lückenlose Kontrolle der Benutzung des Schulnetzes zu gewährleisten. Das erfordert natürlich einen erheblichen Mehraufwand in der Organisation und im Schulungsbereich.
Chronologischer Ablauf (ab 2.12.96):
Parallel dazu wurden die notwendigen Verkabelungsarbeiten an den Schulen in Auftrag gegeben und durchgeführt.
Hardware:
Lieferung durch die Firma CCW Computer Center Wien, Wr. Neudorf
Workstation:
Modell CCW Condor 7
Prozessor Intel Pentium 133 Mhz PCI/ISA - 133
RAM 32 MB
Grafik: ATI / V-26VT 2 MB Mach 64
Festplatte: 1,2 GB Western Digital
CD-ROM: Mitsumi Fx-800
Soundkarte: Creative Labs 16 VE PnP
Netzwerkkarte: D-Link / DFE-500 Tx
Bildschirm: Philips 105S, 1024x768 / 85 Hz
Preis: 15.230,00
Server:
Modell CCW Condor 10 S -2
Prozessor Intel Pentium 200 Mhz PCI/ISA - 200
RAM 64 MB
Festplatte: 8 GB (4 GB) FUIJTSU M2949
sonst wie oben
Preis: 49.800,00
zusätzlich:
USV Notstromversorgung,Bandsicherung,
Switch (für die Verteilung und für die Erhöhung der Netzwerkgeschwindigkeit)
Hub (für die Verteilung des Netzwerkes)
Drucker: HP Laserjet 6P
Die Bestellung der tatsächlichen Geräte im Rahmen der Budgetgrenzen erfolgte durch die Direktionen über den LSR/SSR.
Software (durch CCW vorinstalliert):
Betriebssystem: Windows NT 4.0 Workstation / Server
Unterricht: Office Pro 97
WINLine 5.5 bzw. 6.0 (KORE)
Schulungen:
Kustoden: 3 x 4 Tage
Teil 1: Einführung Windows NT, Server, Workstation, Netzwerkgrundlagen, Benutzermanager,
Mailing, Drucken im Netz, Datensicherung, Netzwerkabnahme)
Teil 2: Aufsetzen Server, Workstation, Installation von Programmen, Updates (zB WINLine),
Benutzerverwaltung, etc......)
Teil 3: Problemlösungen, Fehlerdiagnose, Einbindung BWZ, Verwaltung
Lehrer: alle, die WINF, CTV, CRW, CONJ, MIGT, WINO unterrichten
Anmeldung im Netz, Arbeiten im Netz, Drucken im Netz, Verhalten bei Fehlern;
Office Pro 97 - Kurzeinstieg;
im Rahmen von SCHILF - Seminaren (hohe Teilnehmerzahl!)
einschlägige Seminare - siehe PI-Veranstaltungen
Schlußbemerkung:
Eine Einbindung der Verwaltung und des BWZ wird erst dann notwendig, wenn ein Internetzugang über Standleitung gegeben ist. Organisatorisch ist das Einbinden bereits jetzt vorbereitet. Ich hoffe, hiermit einen ersten kurzen Überblick über die ab September zu erwartenden Neuerungen gegeben zu habe.
Mag. Johannes Berthold
Resumee nach einem Jahr Projektmanagementunterricht
Von Brigitta Brennenstuhl & Heidemarie Matyas-Hauber ,
HAK und HAS Tulln,(Tel: 02272/66651; Fax: 02272/666519)
Mit dem Schuljahr 1996/97 wurde erstmals an allen Handelsakademien Projektmanagement in der III. HAK im Gegenstand BWUP unterrichtet und somit erste Erfahrungen gesammelt.
Das erste Unterrichtsjahr mit Projektmanagement hat uns gezeigt, daß unsere Schüler viele verschiedene Bilder und Vorstellungen mit Projekten und Projektarbeiten verbinden. Diese Begriffsverwirrung bedarf einer eindeutigen Abgrenzung und klaren Definition im Hinblick auf das Projektmanagement.
Ziel der Ausbildung in der III. HAK ist die Vermittlung der Techniken und Instrumente des Projektmanagements und nicht die reine Abwicklung eines Projektes. Die Schüler sollen befähigt werden, nicht nur ihr Projekt in der V. HAK nach Projektmanagementmethoden abzuwickeln, sondern als Mitglied einer Projektgruppe eine zusätzliche fachliche Kompetenz für die weitere Berufslaufbahn erwerben. Der bundesweite Erfahrungsaustausch über das Projektmanagement im Frühjahr 1997 ergab, daß daher der Projektmanagementunterricht im III. Jahrgang folgende wesentliche Inhalte aufweisen sollte:
Projektkultur (Ziel)
Kontextanalyse - Projektabgrenzung (zeitlich, sachlich, sozial)
Projektauftrag
Projektstrukturplan
Terminplanung
Definition von Arbeitspaketen
Kosten/Budgetplanung
Projektorganisation
Kommunikation
Administration
Dokumentation
Diese theoretischen Inhalte sollten an Hand eines pädagogischen Projektes unter Berücksichtigung der Planungs-, Durchführungs- und Abschlußphase angewendet werden.
Auch erfahrene Projektmanager bestätigen, daß die EDV - Unterstützung natürlich notwendig, aber immer als zeitgemäßes Hilfsinstrument in der Umsetzung der Inhalte zu sehen ist.
Auf Wunsch vieler Kollegen, die bereits im Vorjahr im Projektmanagement ausgebildet wurde, findet in diesem Schuljahr ein Seminar zum Thema "Fragebogen" statt. Für Newcomer ist ein zweiteiliges Seminar zum Thema "Projektmanagement" geplant. Für jene Lehrer, die Projekte in Zukunft im V. Jahrgang bzw. in der 3.Klasse betreuen, ein 1,5 Tage Seminar geplant und auf Grund diverser Anfragen von Kollegen unterschiedlichster Fächergruppen, die die Projektmethode im Unterricht einsetzen wollen, wird ein eintägiges Seminar angeboten. Wir bitten Euch, die näheren Informationen dem PI-Folder über die Fortbildungsangebote 1997/98 zu entnehmen. Interessierte Kollegen bitten wir, die Ausschreibungen zu beachten.
Im Herbst 1997 werden viele Kollegen ins Projektmanagement einsteigen, da es gleichzeitig bereits eine Reihe von "PM - Profis" gibt, wäre es doch schön, die eigenen Erfahrungen weiterzugeben. Wir bitten Euch, uns Eure Berichte/Anregungen zu schicken. Für die Koordination und Weitergabe (News, ...) wird gesorgt.
Wir freuen uns auf Eure Beiträge und auf ein Wiedersehen bei einem der nächsten Seminare.
Brigitta Brennenstuhl & Heidemarie Matyas-Hauber ,
Mögliche Anregungen für Schnittstellen BWUP - Fremdsprachen
Vom ÜFA - Team HAK - HAS Tulln
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die Chancen, fächerübergreifend zu arbeiten, sind sicherlich vielfältig. Gemeinsam haben wir in verschiedenen Gesprächen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit den Fremdsprachenkollegen gesucht und möchten Euch in der Folge unsere Anregungen aufzeigen. Vielleicht ist auch eine Idee für Euch dabei:
Was?
| Jg/Kl | Lehrplan | Anregungen/Beispiele |
| I/1 | Betriebl. Kommunikation | Begrüßung (Reception) |
| persönl. Gespräch | ||
| Telefonat | ||
| schriftl. Gesprächsnotiz | ||
| Exzerpieren und Strukturieren von Texten mit BWL-Inhalten | Zeitungsartikel | |
| II/III/2 | Betriebl. Kommunikation | Begrüßung (Reception) |
| persönl. Gespräch | ||
| Telefonat | ||
| schriftl. Gesprächsnotiz | ||
| Verkaufsgespräche | ||
| Messesituationen | ||
| praktische Geschäftsfälle | laufender Schriftverkehr, Werbeflugblatt | |
| Präsentationstechniken | Vorstellung der Schuhschachtelfirmen | |
| Projekte | Sprachwochen mit Betriebsbesichtigungen | |
| IV/3 | Betriebl. Kommunikation | Messe |
| Bewerbung (Mappe, Vorstellungsgespräch) | ||
| Beschreibung d. einzelnen Abteilungen | ||
| praktische Geschäftsfälle | laufender Schriftverkehr, Inserate | |
| Prospektmaterial, Katalog |
Wie?
Liebe Grüße von der Tullner ÜFA-Crew
Brigitta Brennenstuhl, Heidemarie Matyas-Hauber, Mag. Christian Spielauer, Mag. Marion Svoboda