ARGE - News
Nummer 11 - Jänner 1997
Die Ausgabe für`s Internet. Die Ausgabe auf Papier
gibt es ab Jänner 1998 wieder in jeder Schule. Bei Interesse bitte den Direktor bzw. den
oder die BWZ - Kustoden zu kontaktieren. Wir ersuchen außerdem, diese Ausgabe allen
Kollegen zugänglich zu machen. Erstmals erscheint ARGE - News als Zeitung aller
Arbeitsgemeinschaften in Niederösterreich, in dieser Ausgabe mit einem Artikel der
Arbeitsgemeinschaft für Geographie.
Zur aktuellen Ausgabe!
Die mittlerweile 3. Niederösterreichische Übungsfirmenmesse soll natürlich den Mittelpunkt der diesmaligen Ausgabe der ARGE - News bilden. Messeberichte und Fotos von einigen, an der Messe teilnehmenden Übungsfirmen vermitteln hoffentlich einen Eindruck von der Veranstaltung, die aber auch in verschiedenen Printmedien und sogar im Österreichbild im ORF ihren Niederschlag fand.
Die Wiedergabe eines Artikels im "Kurier" sowie in der Übungsfirmenzeitung der Linzer Universität, der "LUI" soll dieses Medienecho dokumentieren.
Aber noch etwas zeichnet diese Ausgabe der ARGE - News aus. Ein oft, auch von unserer Frau Landesschulinspektor, diskutierter Wunsch wird mit dieser Ausgabe umgesetzt. Dies ist die Ausweitung unserer Zeitung auch auf andere Arbeitsgemeinschaften in Niederösterreich. Für`s Erste beteiligt sich die ARGE der Geographielehrer mit einem Seminarbericht an der aktuellen Ausgabe.
Auch "kosmetisch" gesehen, ist diese Änderung erkennbar. Die ARGE - News ist - siehe Titelblatt und Impressum - zu einer Zeitung aller Arbeitsgemeinschaften geworden. Ich hoffe sehr, daß es nicht nur bei einem einmaligen Bericht einer weiteren Arbeitsgemeinschaft bleibt, sondern dies als Animo auch für die anderen ARGE - Leiter dient, sich aktiv einzubringen.
Wichtig wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch, daß die ARGE - News allen Kolleginnen und Kollegen in den Schulen zugänglich gemacht wird.
Nun, was gibt es sonst noch in dieser Ausgabe? Wie üblich einige Seminarberichte, die Fortsetzung des Themas "Qualität und Qualitätsentwicklung in den Übungsfirmen, auch Marina`s Bücherecke ist diesmal wieder dabei. Beiträge über den Jahreswechsel in der Winline und ein Erfahrungsbericht über "Finanz - Online", ein interessantes Internet - Angebot auch für Übungsfirmen bieten hoffentlich konkrete Praxis - Tips.
Probleme mit immer neuen Projekt - Themen? Hoffentlich viele neue Ideen bietet die Zusammenfassung der heuer in den Handelsschulen eingereichten Projekte.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Kolleginnen und Kollegen, welche sich wiederum die Mühe gemacht haben, Informationen zu sammeln, einen Beitrag zu verfassen und diesen zur Verfügung zu stellen.
Auch für diese Ausgabe wider viel Spaß beim Lesen hoffentlich interessanter Berichte wünscht Ihnen ( Euch)
BHAK - BHAS Neunkirchen
3. NÖ - Übungsfirmenmesse war voller Erfolg
Verfasser: BHAK - BHAS Amstetten - unbekannter Autor
Am 5. 11. 1997 fand in der Amstettner Johann - Pölz - Halle die Übungsfirmenmesse erstmals im Mostviertel statt.
Für das österreichische Bildungswesen brachte der Lehrplan 1994 gravierende Neuerungen in Bezug auf Projekte und Übungsfirma (ÜFA). Seine Umsetzung zeigt, daß die Schule lebt. So haben auch die Schüler des 3B Jahrganges der Handelsakademie Amstetten diese Messe in Form eines Projektes organisiert. Schülerinnen und Schüler können durch das Arbeiten in den Übungsfirmen praxisgerecht ausgebildet werden. "Learning by doing" und "Training on the job" sind Wirklichkeit geworden.
Die BHAK Amstetten war mit Ihren neugegründeten Übungsfirmen "Sport- und Biohotel" und Bücherinsel" vertreten. Durch den Besuch der . Übungsfirmenmesse konnten sich 3000 Interessierte einen Einblick in das Betriebsgeschehen von 60 ausstellenden Übungsfirmen verschaffen. Unter den Gästen konnten auch zahlreiche prominente Besucher des Landesschulrates; des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, sowie Vertreter der Wirtschaft und Politik begrüßt werden.
Die Übungsfirmenmesse war eine Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen der Partnerfirmen, es wurden viele Abschlüsse von Messegeschäften getätigt.
Planung und Organisation der Teilnahme an dieser Übungsfirmenmesse stellten zudem eine Herausforderung für die einzelnen Übungsfirmen dar. Wieviel Spaß das praxisnahe Arbeiten macht, zeigte auch, daß heuer erstmals Übungsfirmen aus Oberösterreich und sogar zwei Übungsfirmen aus Pisek (Tschechien) ausgestellt haben.
Ein Höhepunkt des Messegeschehens war zweifelsohne die von Schülern der Handelsakademie Amstetten gestaltete und von den Trendshops der Firma Steinecker gesponserte Modeschau. Auch die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft Europa" fand großen Anklang. An dieser Stelle seien alle Gewerbetreibenden erwähnt, die sowohl die Übungsfirmen, als auch die Organisation der 3. NÖ Übungsfirmenmesse als Sponsoren unterstützt haben.
Die Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Amstetten schuf für das PI-Niederösterreich optimale Voraussetzungen für diese 3. Übungsfirmenmesse.
Erfolgsbericht
Verfasser: Übungsfirma Multi Tronic GmbH
Wie angekündigt, war die 3. HAS Retz, mit der Unterstützung der Firma König Retz, bei der 3. ÜFA - Messe am 5. November. 1997 in Amstetten vertreten.
Selbstverständlich hat "Multi Tronic", das ist die Übungsfirma der 3. Klasse HAS, ausgezeichnet abgeschnitten.
Die Ausstellungsstücke wie z.B. TV-Apparate, Videorecorder, HiFi-Anlagen, Radiosets, welche von der Firma König zur Verfügung gestellt wurden, ließen das Messegeschehen noch realistischer wirken. Indem wir Einkaufs- und Verkaufsgespräche führten, konnten wir praxisnah für die "spätere Wirklichkeit" üben.
Außerdem war am 14. November. 1997 in der HAK/HAS Retz der Tag der offenen Tür. Die zukünftigen Schüler konnten den Unterricht hautnah miterleben und unsere Übungsfirma besichtigen. Sind Sie auch neugierig, wie unser Unterricht abläuft und die Übungsfirma aussieht? Dann kommen Sie doch einfach am 23. Jänner 1998 in die HAK/HAS Retz. Da stehen ab ca. 17:00 Uhr erneut unsere Türen für Sie offen.
Mit Übungsfirma in Selbständigkeit
Praxisnaher Unterricht könnte zukünftige Jungunternehmer auf den Geschmack bringen / HAK - Absolventen sind am Arbeitsmarkt gefragt
Verfasser: Ingrid Teufl (Artikel im "Kurier", Freitag, 7. November 1997)
Geschenkartikel, Bio - Kosmetik, Tiefkühl - Kost oder Party - Service. Breitgefächert präsentierte sich die dritte NÖ - Übungsfirmenmesse in der Amstettener Pölz - Halle. Daß der praxisnahe Unterricht an Handelsakademien und schulen später die Jobsuche erleichtert oder gar die Jungunternehmer von morgen hervorbringt, steht für Landesschulrat NÖ wie Junge Wirtschaft außer Frage. Und das Arbeitsmarktservice attestiert gerade HAK - Absolventen gute Jobchancen.
Rund 60 Aussteller aus Niederösterreich, Oberösterreich und eine tschechische Schule präsentierten sich in Amstetten. Mit viel Engagement und Phantasie versuchen die vierten HAK- und dritten HAS - Klassen Produkte, die von einer "wirklichen" Partnerfirma zur Verfügung gestellt werden, an den Mann zu bringen. Die St. Pöltener HAK unterhält gleich drei Unternehmen Geschenke, eine Computeranwendungsfirma und einen Büchervertrieb. Die Tullner versuchen es mit biologischen Produkten, Schokolade und gesunden Holzmöbeln. Und die Ybbser HAK bewarb unter anderem das "Autohaus Matchbox".
"HAK - Absolventen sind nie so ein Problem", bestätigt Christian Steiner vom AMS in Scheibbs. Eine HAK - Absolventin und neun HAS - Abgänger suchen noch.
Im Bezirk Melk warten elf "HAK - ler", aber "im Laufe des Jahres kommen alle unter", sagt Abteilungsleiter Josef Mayer. Und in Amstetten suchen je drei HAK- und HAS - Maturanten Jobs.
Nicht nur die kaufmännisch orientierten HAKs und HASCHs proben mit Übungsfirmen den Geschäftsalltag, sogar Abgaben müssen geleistet werden.
Alfons Helmel, Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft: "Das kann Gusto auf die Selbständigkeit machen". Auch Landesschulratspräsident Adolf Stricker lobte die praxisnahe Aktion.
Die 3. NÖ Übungsfirmenmesse in Amstetten
Verfasser: Helmut Wurzer ( Artikel in der "ILUISTRA" - Die Zeitung für Österreichs Übungsfirmen, Nummer 11/97 )
Als am 5. November 1997 um 11.00 Uhr die 3. Niederösterreichische Übungsfirmenmesse in Amstetten von Bürgermeister Katzengruber eröffnet wurde, war die Messe eigentlich schon voll in Gang. Bereits seit Stunden werkten Schüler und Professoren an den Messeständen. Die zugewiesenen Kojen wurden dekoriert, geschmückt und nach allen Regeln der (Marketing-) Kunst hergerichtet. PCs wurden aufgestellt, Informationsmaterial aufgelegt, Produkte plaziert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Innerhalb weniger Stunden wurde aus den leeren Räumen der Johann - Pölz - Halle in Amstetten ein Messegelände, das keine Wünsche offen ließ.
Zirka 60 Aussteller von 28 Schulen aus Nieder- und Oberösterreich sowie der Tschechischen Republik versuchten vier Stunden lang, ihre Produkte "an den Mann zu bringen". Das Angebot war vielfältig: Autos, Bücher, Sportartikel, Büromöbel, Bekleidung, Cateringservices, Flugreisen, Hotels.
All das und noch vieles mehr bot sich den Schülern zum Kauf an. Mittels Messeschecks nutzen viele die Möglichkeit, sich einmal hemmungslos dem Konsumrausch hinzugeben. Informationsstände der ACT (die österreichische Übungsfirmenzentrale), der Bank Austria oder der Raiffeisen - Modalbank rundeten das Angebot ab. Den internationalen Touch bekam die Messe durch die Teilnahme der Übungsfirma "Progress" aus Pisek, Tschechien.
Für zahlreiche Übungsfirmen war diese Messe eine erste Bewährungsprobe, denn viele der Aussteller sind erst seit diesem Schuljahr im Geschäft. Fragen wie:
Wie fülle ich eine Bestellung oder eine Rechnung aus? Wie erfolgt die Zahlungsabwicklung? usw. konnten in der Realität getestet werden und innerbetriebliche Arbeitsteilung bzw. organisatorische Arbeitsabläufe konnten überprüft werden. Und vor allem die Frage: Gibt es für mein Produkt überhaupt Abnehmer? blieb an diesem Tag nicht unbeantwortet.
Auf dieser Messe konnte die Konkurrenz einmal hautnah erlebt werden. Die eigenen Stärken und Schwächen kann man nirgends so gut erkennen wie im direkten Vergleich mit der Konkurrenz, sozusagen am freien Markt. Und dieser freie Markt hieß am 5. November Übungsfirmenmesse Amstetten.
Vier Punkte sind besonders erwähnenswert
Der Lohn für die (wahrscheinlich) wochenlange Arbeit waren die zahlreichen Bestellungen und Verkäufe, die die Übungsfirmen auf der Messe tätigten. Die Übungsfirmenmesse war aber auch aus einem anderen Grund wichtig. Durch den direkten Kontakt konnten sowohl Lehrer als auch Schüler Erfahrungen und Informationen austauschen.
Natürlich waren auch wir selbst, die Übungsfirma der Universität Linz, mit einem 15-köpfigen Team auf der Messe vertreten. Die LUI (Linzer Uni Informa) bot ebenfalls ihre Produkte einem interessierten Publikum an. Für all jene, die keine Gelegenheit hatten, unseren Stand zu besuchen, aber auch für jene, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie unsere Produkte nutzen sollen, gibt es in dieser Ausgabe der ILUSTRA zwei Artikel, auf die wir besonders hinweisen wollen. Der erste "Linzer Uni Informa Die ÜFA der Universität Linz" (Seite 10, 11) stellt die LUI und ihre Produkte vor. Der zweite Artikel "Web Publishing Digitale Werbung und Präsentation", auf Seite 21 zu finden, beschäftigt sich ausführlich mit unserem neuesten Produkt, der Online - Werbung im Internet.
Anläßlich der Übungsfirmenmesse wurde unter allen Übungsfirmen die an diesem Tag ein Online - Inserat bestellten, ein Gratis - Online - Inserat für die Dauer von sechs Monaten verlost. Der glückliche Gewinner unter den vielen Teilnehmern ist die Übungsfirma "Syspac" der BHAK Neusiedl. Wir gratulieren dem glücklichen Gewinner!
3. NÖ Übungsfirmenmesse Amstetten 1997
Verfasserin: Silke Haslinger, IV a HAK der BHAK Neunkirchen, Mitarbei-terin im Sekretariat der Toolino WarenhandelsgesmbH.
Am 5. November 1997 fand in Amstetten die 3. niederösterreichische Übungsfirmenmesse statt. Eine Vielzahl von Niederösterreichischen und Oberösterreichischen Übungsfirmen präsentierten und informierten über ihre Produkte und Dienstleistungen. Außerdem waren auch insbesondere jene Institutionen vertreten, die schwerpunktmäßig die Übungsfirmenarbeit laufend unterstützen. Im einzelnen informierten die Servicestelle der österreichischen Übungsfirmen ACT, die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ebenso die Bank Austria mit den Messeschecks und Telebanking. Weiters präsentierte die Amstettner Wirtschaft die regionalen Besonderheiten allen interessierten Schülern und Lehrern.
Das Pädagogische Institut des Bundes Niederösterreich informierte durch Vertreter der Arbeitsgemeinschaften für "Betriebswirtschaftliche Übungen einschließlich Projektarbeit" und "Übungsfirma - Betriebswirtschaftliches Zentrum" über die Ziele und Umsetzung der neuen Lehrplaninhalte im kaufmännischen Schulwesen.
Vom Übungsfirmenring der BHAK und BHAS Neunkirchen nahmen die Toolino WarenhandelsgesmbH und die Intersport Active People SporthandelsgesmbH als Aussteller an dieser Messe teil.
Die Toolino WarenhandelsgesmbH, verfügte über den Messestand Nr. 15. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit unserer Partnerfirma Maschinen Konrath konnten wir an unserem Stand einige Produkte ausstellen, welche auch zum fiktiven Verkauf angeboten wurden. Weiters wurde auch ein Häcksler zur Verfügung gestellt, welcher vorgeführt wurde und bei den Messebesuchern großes Interesse hervorrief.
Die Active People SporthandelsgesmbH wurde durch ihre Partnerfirma Intersport Zink (Sitz: Neunkirchen) unterstützt. Weiters stellte die Firma Vitacan 200 Flaschen des neuen Multivitamingetränkes "Vitacan" zur Verfügung, welche im Rahmen von Dartspielwettbewerben an die Besucher verteilt wurden. Die Übungsfirma konzentrierte sich bei der Messe auf die Präsentation von Fitnessgeräten.
Planung und Organisation einer Teilnahme an der Übungsfirmenmesse stellen zudem eine Herausforderung für die einzelnen Übungsfirmen dar. Wieviel Freude das praxisnahe Arbeiten macht, zeigt auch, dass heuer erstmals an der NÖ ÜFA-Messe Übungsfirmen aus Oberösterreich und sogar eine aus Pisek, Tschechien, teilnahmen.
Vier Wochen vor Messebeginn wurde ein Messeteam aus den Mitarbeitern der Toolino bzw. Active People zusammengestellt. Die Teams hatten die Aufgabe, die Artikel für die Messe auszuwählen, Messestandplanung und Messestandeinteilung durchzuführen. Es wurde eine Checkliste erstellt, die über die Aufteilung der Vorbereitungsarbeiten jedes einzelnen Auskunft gab.
Wir hatten alle sehr viel Spaß und lernten jede Menge Leute kennen und knüpften neue Geschäftsverbindungen. Es herrschte ein riesiges Gedränge vor den Messeständen, aber der relativ hohe Umsatz zeigte sich als Lohn für unsere Mühen.
Marinas Bücherecke
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, daß nicht nur als Hintergrundinformation zum Thema "Überzeugungsrede" meiner Ansicht nach sehr interessant ist, sondern auch praktische Fälle enthält, die die Schüler bearbeiten können:
William L. Nothstine
Andere überzeugen
Reihe "50 Minuten zum Erfolg"
Verlag Ueberreutter
Dieses Buch zeichnet sich durch eine sehr gute Gliederung und einfache Schreibweise aus. Der Autor ist a. o. Prof. für sprachliche Kommunikation an der Ball State University mit dem Fachgebiet "Überzeugen" und ist auch als Kommunikationstrainer tätig.
Das Buch ist in 5 Kapitel gegliedert:
Teil 1: Was heißt überzeugen?
Dieser Abschnitt befaßt sich mit der Definition von "Überzeugung" und einem kurzen Test zur Selbstbewertung. Der Test analysiert vor allem die eigenen Einstellungen zum "Publikum" . Im Anschluß daran findet man eine Auswertung.
Teil 2 : Überzeugen- warum und wann?
Dieses Kapitel behandelt die Frage der Art des Publikums und mögliche Widerstände. Es werden Grundregeln und Strategien für den Umgang mit unterschiedlichen Publikumstypen auf einfache Art beschrieben. Weiters enthält dieser Teil auch Fallbeispiele, wobei der Autor auch Lösungen anbietet. Dieser Teil ist für den Einsatz im Unterricht sehr empfehlenswert und durch die gute Gliederung effizient einsetzbar.
Teil 3 : Quellen des Widerstandes gegen das Überzeugt werden
Der Autor versucht die Quellen des Widerstandes eines Publikums aufzuspüren und behandelt auch, neben widersprüchlichen Einstellungen und Werten, das negative Image eines Präsentators. Anschließend wird das vermittelte Wissen wieder anhand von Fällen (inkl. Lösungen) aufgearbeitet.
Teil 4 : Vom Widerstand zur Überzeugung
Dieser Teil befaßt sich mit der Überwindung der im vorigen Kapitel erkannten Widerstandsprobleme und führt zur Wahl einer Überzeugungsstrategie. Die kurzen theoretischen Ausführungen werden wieder durch Fallbeispiele und Lösungen ergänzt.
Teil 5 : Schlußbetrachtung
In diesem Kapitel werden zusammenfassend Merkregeln in Ich - Form abgefaßt, die 1:1 im Unterricht umsetzbar sind.
Zusammenfassend ist dieses Buch nicht zum theoretischen Grundlagenstudium, aber dafür sehr gut für die didaktische Umsetzung im Unterricht geeignet.
Vielleicht könnt Ihr das eine oder andere Kapitel bzw. die Fallbeispiele im Unterricht einsetzen.
Viel Freude mit diesem Buch und einen erfolgreichen Einsatz im Unterricht wünscht Euch
Marina Röhrenbacher
HAK/HAS Mödling
Bericht vom 1.BWUP - Aufbauseminar
Das 1.BWUP-Aufbauseminar hat vom 10.-12.3.97 im Schloß Zeillern bei Amstetten stattgefunden. Dieses Seminar sollte neben anderen Zielsetzungen dazu dienen, jene Seminarinhalte zum Thema Kommunikation abzudecken, die nicht in der Seminarreihe BWUP enthalten sind, die aber nach den Vorgaben des Ministeriums
für eine mögliche Zertifizierung aus dem Bereich Kommunikation nötig wären. Schwerpunktmäßig ging es in diesem Seminar nicht um die rasche, didaktische Umsetzung im Unterricht, wie bei den anderen Seminaren der Seminarreihe BWUP, sondern primär um Hintergrundinformationen. Daher wurde auch der Großteil von Referenten aus der Wirtschaftspraxis bestritten.
Besonders gut wurden die Teile von Hrn. Mag. Herbert Slavik und Hrn. Dir. Dr. Franz - Joseph Brandfellner angenommen.
Hr. Mag. Slavik ist ein anerkannter Trainer auf dem Gebiet Sprechtechnik / Kommunikation und führt u.a. die Sprecherausbildung beim ORF durch. Er referierte über Atem- und Sprechtechnik und machte einige praktische Übungen mit uns. Gerade bei diesen Übungen erwies sich das Schloßambiente als für die Arbeit förderlich. Atemübungen beim Gang um den Schloßbrunnen sind bei Sonne einfach leichter.
Auch beim Teil Diskussionsleitung gab uns Mag. Slavik wertvolle Hinweise, die sonst nur ORF- Diskussionsleiter erhalten.
Hr. Dir. Dr. Brandfellner ist Spezialist für Konfliktforschung, wie er jahrelang mit dem Institut für Konfliktforschung und vielen Managementtrainings bewiesen hat. Das Thema Konfliktmanagement faszinierte viele einen Nachmittag und Abend lang, wobei die "Diskussion" in Zweiergesprächen in der Freizeit weiterging.
Auch die Frau LSI Mag. Hermine Javurek beehrte uns mit ihrem Besuch und sprach über das Thema "Leistungsbeurteilung". Dabei wurde auf Probleme der Teilnehmer im BWUP- Unterricht eingegangen.
Einen guten Start ins neue Jahr wünscht Euch
Marina Röhrenbacher
ARGE-NEWS GEOGRAPHIE (WIRTSCHAFTSGEOGRAPHIE)
DAS SYSTEM DER WELWIRTSCHAFT
Bundestreffen der ARGE-Leiter/-Stellvertreter in Hallein
vom 20. - 23. 11. 1997 - "Evaluation Lehrplan Geographie"
Zur Einstimmung auf die Kernfrage nach einem modernen, attraktiven Geographieunterricht an den Handelsakademien stellte Univ. Prof. Dr. Wigand RITTER (Univ. Nürnberg) sein Konzept von wirtschaftsgeographischen Schlüsselthemen vor.
Ausgehend von Armut und Reichtum wirtschaftlicher Akteure entwickelte er ein sozioökonomisches System, ein kommunikatives Raumkonzept, das Schüler/innen verstehen lernen sollen. Netzwerke, Kooperation (die überwiegt) und Konkurrenz der Akteure (Einzelne, Gruppen, Staaten, Staatengruppen,...) führen zur Bildung von Knoten, Achsen und Leerstellen. Daraus ergibt sich der Bezug zum "Raum". Dabei reicht das klassische Raumverständnis nicht aus, da sich Leistungs- und Entgeltströme grenzüberschreitend auswirken. Die Dienstleistungen kommen dabei wegen des vorherrschenden Produktionsdenkens zu kurz. Anhand der "Stahl-" und der "Bananen - Wertkette" (siehe Praxis Geographie, Heft 9/96) zeigte er diese Wechselwirkungen auf.
Im neuen Hölzel - Oberstufenatlas zeigen die Wirtschaftskarten vereinfacht 4 Typen von regionalen Wirtschaftssystemen, nämlich:
# Kernstädte (verschiedener Ränge) = Dienstleistungszentren
# industrielle Gebiete
# Erholungs- und Tourismusgebiete und
# agrare Restgebiete (Abwanderung).
Im zweiten Teil seiner Ausführungen stellte Univ. Prof. Ritter dann das Weltwirtschaftssystem der TRIADE wie es sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat dar.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion (Ost - West - Konflikt) verbinden wir - zu Recht - Ängste und Hoffnungen mit der "Globalisierung" = Chancen & Risiken. Das System der Nationalstaaten erodiert während gleichzeitig die Peripherien immer mehr ins Abseits geraten. Auf der Nordhalbkugel entwickelt sich entlang der wichtigsten Weltwirtschaftsroute mit regelmäßigen Containerdiensten die wirtschaftlich dynamischste Zone der Welt. In ihr spielen 30 - 50 globale Städte als Zentralen eine führende Rolle (Dienstleistungen!). "Hubs", also Relaispunkte entstehen teilweise neu wie in Dubai, Malta oder in Kaohsiung, von wo aus die weltweit tätigen Konzerne die Märkte beliefern. Regionalbüros betreuen die Kunden verschiedener Kulturräume.
Regionen, die an dieser Weltschiffahrtsroute (Europas Atlantik- und Mittelmeerküste - Suezkanal & Golfregion - Bombay - Singapore - Küste Ostasiens - Westküste Nordamerikas - Panamakanal - Ostküste Nordamerikas - Westküste Europas) liegen, sind, zumindestens potentiell, Gewinner der Globalisierung; jene Weltregionen, die wie Sibirien, Schwarzafrika, Ozeanien oder Südamerika abseits dieser Verbindung liegen, bilden die PERIPHERIE DER WELTWIRSCHAFT.
Univ. Prof. Ritter differenzierte dann diese abseits gelegenen Regionen in
a) dünn besiedelt & einseitig genutzt - z.B. Sibirien,
b) zu klein und zu entlegen - z.B. Ozeanien,
c) Binnenperipherien der Kontinente - z.B. ehemalige Seidenstraße,
d) Randperipherien (an der Hauptroute) - z.B. Gangesmündung und
e) Rückstandszonen - least developed countries - z.B. Myanmar.
Diese Überlegungen mündeten in 10 mögliche Themen für den Wirtschaftsgeographieunterricht:
1) Verflechtungen und Geschäftsabläufe geographisch gesehen
2) Handels- und Werteketten geographisch gesehen
3) Entwickelte Länder (Triade) und ihre Strukturmerkmale
4) Unterentwickelte Gebiete und Länder und ihre Ausprägungsformen
5) Wie sieht das heutige Weltsystem aus?
6) Der Handelsaustausch in der Triade und seine Logistik
7) Die globalen Städte
8) Erfolgspotentiale der Semiperipherien
9) Die Peripherien der globalen Wirtschaft
10) Umbrüche von kontinentalen zu maritimen Vernetzungen.
Univ. Doz. Dr. Josef Strobl stellte am Institut für Geographie der Universität Salzburg das GIS "Arc View" vor, das über die Firma Datamed Informationssysteme auch in Österreich erhältlich ist. Über Internet ist ein kostenloses Kennenlernen möglich. Dazu und über zahlreiche weitere Programme gibt es nähere Auskünfte unter
http://www.asn-linz.ac.at/schule/gw/.
Viele dieser Anregungen der Vortragenden und zahlreiche eigene Ideen der ARGE`s wurden in die überaus konstruktive Diskussion um den Stand und die Zukunft des Geographieunterrichtes an HAK aufgenommen.
MR Mag. Fred Burda (BMUK) stellte bei seinem Referat klar, daß eine Neufassung der Lehrpläne an HAK und HASCH in unmittelbarer Zukunft nicht zu erwarten ist. Die Wünsche, Probleme und Anregungen der Kollegen nahm er sehr interessiert und aufgeschlossen zur Kenntnis und versprach einige selbst weiterzuverfolgen.
Der Wert der allgemeinbildenden Fächer im Rahmen der BMHS steht für ihn sicher außer Streit. Regelmäßig wiederkehrende Bundesseminare der ARGE - Leiter sind auch ihm ein Anliegen.
So gesehen sind die erarbeiteten Überlegungen Zwischenergebnisse auf dem Weg zu einem neuen, modernen Geographie (Wirtschaftsgeographie)- Lehrplan, die in einem fruchtbaren Diskussionsprozeß entstanden sind. Nach mehreren Stunden intensiven Gedankenaustauschs in Altmünster und zuletzt in Hallein wurden - teilweise in Kleingruppen - 6 mögliche Kernbereiche formuliert, die wir für sinnvoll erachten (und die sich mehrfach überschneiden):
1. Mensch - Umweltbeziehungen
2. Zentrum - Peripherie
3. Produktion und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen
4. Entwicklungsprozesse in räumlichen Systemen
5. Analyse und Nutzung von Räumen und
6. Wirtschaftliche Entscheidungsprozesse und Raumverhalten.
Wir bitten Euch, liebe Kollegen/innen, den Mitgliedern der ARGE Geographie NÖ (Hofleitner, Benes, Lahoda, Wagner und Westermayer) Eure Meinungen, Wünsche bzw. Anregungen zu übermitteln, sodaß der begonnene Dialog zu einem tauglichen Lehrplanvorschlag heranreifen kann, der beim nächsten "neuen Lehrplan" dem Stellenwert unseres Faches Rechnung trägt.
Karl Westermayer,
BHAK/BHAS Neunkirchen.
Qualität in der ÜFA nach TQM - EFQM
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wie in der letzten Ausgabe der ARGE - News angekündigt, möchte ich Euch hiermit über den Fortgang des Projektes "Qualität in der ÜFA" informieren. Um das Wichtigste zuerst zu sagen. Es ist gelungen, die Arbeit mit September 1997 zu Ende zu bringen, und diese Arbeit in Form der ebenfalls bereits angekündigten 2 Bände zu veröffentlichen.
Jetzt aber vielleicht etwas geordneter. Nach langer und zeitaufwendiger Arbeit - ganz besonders für die Projektleiter Mag. Dr. Michaela Trummer und Mag. Seebacher vom Wirtschaftspädagogikinstitut der UNI Graz wurde die Arbeit am 23. September 1997 am PI Steiermark in Graz präsentiert. Als Ehrengäste konnten so ziemlich alle Persönlichkeiten begrüßt werden, die in unserem Schulwesen Rang und Namen hatten, es seien hier nur die Ministerialräte Dkfm. Mag. Bernhart und Mag. Dvorak zu nennen. Auch unsere Frau Landesschulinspektor war anwesend. Daneben natürlich alle, die direkt am Projekt mitgewirkt haben, so auch Heidi Matyas - Hauber und meine Wenigkeit.
Alle waren von der Arbeit recht angetan, der Wunsch wurde geäußert, nun doch sehr intensiv für die Umsetzung des Projektes zu sorgen.
Dazu gab es von 20. - 22. November 1997 in Bad Tatzmannsdorf ein Bundesseminar, wo aus Niederösterreich wiederum Heidi Matyas - Hauber, Renate Rode und abermals auch ich teilnahmen, um die Umsetzung des Themas Qualitätsmanagement zu diskutieren.
Diese Umsetzung sollte für uns in Niederösterreich auch bereits beim ARGE - Tag am 11. Dezember in Mödling begonnen werden, der aber leider wegen zu wenig Anmeldungen abgesagt werden mußte. Dr. Surböck versicherte, daß das dort vorgesehene Thema "Qualität" aber jedenfalls zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden könne.
Nun aber zur Sache an sich. Um Euch möglichst gute Unterlagen zur Verfügung zu stellen, konnte ich am Seminar in Bad Tatzmannsdorf für jede Schule je ein Exemplar der beiden Bände für Qualitätsmanagement in der ÜFA "ergattern". Diese Exemplare an alle zu verteilen, wäre am ARGE - Tag vorgesehen gewesen. Was spricht dagegen sie einfach zu verschicken? Hauptsächlich das Problem, daß es meiner Meinung nach unbedingt erforderlich ist, Sache und Inhalt bzw. auch die Vorgehensweise und den Umgang an sich zu präsentieren bzw. gemeinsam zu erarbeiten. Zu viele Fragen könnten ansonsten offen bleiben
Viele von Euch werden sich vielleicht die Frage stellen, wozu eigentlich Qualitätsmangement betreiben, wieviel Zeit nimmt das in Anspruch, ist es auch nicht zu kompliziert? Sollen sich auch Übungsfirmenleiter damit befassen, die gerade erst in der HAK begonnen haben und ohnehin noch alle Hände voll zu tun haben, um die Sache in Gang zu bringen?
Ich glaube, das Modell und die Unterlagen wären für alle geeignet. Für Einsteiger insofern, als viele Möglichkeiten und Anregungen zu finden sind, um ÜFA - Arbeit gut zu gestalten, um zu sehen, was denn in der Übungsfirma so alles gemacht werden könnte. Dies, ohne Einleitung von konkreten Schritten, um TQM auch tatsächlich zu betreiben. Erfahrene ÜFA - Leiter könnten daran denken, das Modell auch tatsächlich mit den Mitarbeitern in der ÜFA umzusetzen. Vielleicht am Anfang nicht vollständig, nur unter Bearbeitung eines Kriteriums oder einiger Kriterien ( zu den Kriterien siehe den dementsprechenden Artikel in der ARGE News Nr. 10 ). Damit ist auch mit einem vernünftigen zeitlichen Rahmen auszukommen. Die vollständige Umsetzung des Modells ist sicher ein klein wenig als Vision zu sehen ( schlecht ?? ), zu der man sich in kleinen Schritten vorwagen sollte.
Die Frage nach dem "Warum?" scheint mir leicht zu beantworten. Wir haben gute Übungsfirmen und wir wollen mit unserem Unterricht bzw. unseren Übungsfirmen immer besser werden. Ich hoffe, das ist unbestritten und Grund genug, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Die Zeitfrage, dies zum Schluß, spielt meines Erachtens insofern eine große Rolle, als es sicher nötig ist, die Schüler einmal grundsätzlich mit dem Thema "Qualitätsmangement" zu befassen und es nachher mit einer einmaligen Isterhebung natürlich nicht getan ist. Erst das Setzen von Maßnahmen, die Durchführung und Kontrolle derselben, die abermalige Isterhebung usw. machen Qualitätsmanagement nach TQM erst aus. Ein Regelkreis zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung soll in Gang gesetzt werden. Vielleicht könnte die Vorbereitung der Schüler auf TQM schon in der III. HAK bei der ÜFA - Vorbereitung gemacht werden?
Einige Folien in der Originalausgabe der ARGE - News sollen dieses Regelkreissystem näher illustrieren.
Sollte Interesse bestehen, mehr zum Thema zu erfahren, würde ich mich über Rückfragen sehr freuen. Selbstverständlich stehen auch Heidi Matyas - Hauber und Renate Rode für Fragen zu Verfügung.
Abschließend wieder einmal meine Kontaktadresse:
Mag. Anton Posch
c/o BHAK - BHAS Neunkirchen
Schillergasse 10
2620 Neunkirchen
Tel.: 02635/64110, oder 68013,
FAX: 02635/68013-32,
e - mail:
anton.posch@online.edvg.co.at
Anton Posch
BHAK - BHAS Neunkirchen
Erfahrungsbericht über FINANZ ONLINE
Kennen Sie FINANZ ONLINE?
Nachdem seit 1.1.1997 der Datenaustausch zwischen Arbeitgebern (bzw. durch deren Steuerberater) und der Krankenkasse bereits mit Hilfe von ELDA (Elektronische Datenerfassung) und der Datenaustausch zwischen den Übungsfirmen und der ACT Krankenkasse mit Hilfe von KKSPICO ebenfalls elektronisch erfolgt, gibt es seit September 1997 einen Pilotversuch zwischen dem Finanzministerium und ca. 200 Wirtschaftstreuhandkanzleien mit FINANZ ONLINE. Es handelt sich dabei um eine eingeschränkten Echtbetrieb mit Echtdaten. Nach Überprüfung der Funktions- und Leistungsfähigkeit wird 1998 der Probebetrieb in einen Echtbetrieb übergehen.
Derzeit können bereits das Finanzamtskonto (des vom Steuerberater vertreten) Klienten sowie Lohnzetteldaten und der Stand der Erklärungsabgabe und der Veranlagung erfolgreich abgefragt werden. Diese Abfragen können sowohl für das laufende Jahr als auch für Vorjahre durchgeführt werden. Weiters kann der Stand der Quotenerfüllung (Verhältnis der von einem Wirtschaftstreuhänder bereits abgegeben Steuernummern zur Gesamtzahl der abzugebenden Steuernummern je Finanzamt) sowie der Stand der Vollmachtsverhältnisse abgefragt werden.
Welche Vorteile entstehen durch FINANZ Online dem Wirtschaftstreuhänder und seinen Klienten?
Wie erfolgt die Teilnahme an Finanz ONLINE?
a) Modem (mindestens 28800 bits/s) oder ISDN Anschluß
b) IBM kompatibler PC (mind. 80486)
Betriebssystem Windows 3.1, Windows NT, Windows 95
c) Bildschirm (Auflösung 600x800 Pixel)
d) Web Browser:
Microsoft Internet Explorer 3.01
Netscape Navigator Standard 3.01
Für die Zukunft geplante Ausbaustufen von FINANZ ONLINE:
Auswirkungen auf den Übungsfirmenbetrieb:
Mit der zukünftigen Verwirklichung der Erweiterung des Teilnehmerkreises in der Praxis auf alle Steuerpflichtigen wird auch das ACT Finanzamt ein ähnliches Service den Übungsfirmen zur Verfügung stellen, um weiterhin eine praxisgerecht Simulation der steuerlichen Agenden der Übungsfirmen sicherzustellen. (Die ACT Krankenkasse bietet den in der Praxis den Betrieben durch ELDA zur Verfügung stehenden Service, über KKSPICO = Krankenkassen Simulationsprogramm den einzelnen Übungsfirmen. Siehe ARGE NEWS Nr. 10, Seite 4)
Neugierig gewordene ÜbungsfirmenleiterInnen können eine Demoversion von FINANZ-Online
unter der Web Adresse
aufrufen.
Literaturangaben:
Bundesministerium f. Finanzen, Abteilung VI/6, Applikation Abgabeneinhebung u. verrechnung
PER SALDO, ÖGWT-Zeitung für Wirtschaftstreuhänder 6/97
Handbuch FINANZ Online
Michael Hintermayer
BHAK BHAS Krems
Abstimmungsarbeiten zum Jahresausklang/Jahresanfang für die Finanzbuchhaltung
Von Mag. Friedrich Höfer, BHAK - BHAS Neunkirchen
Der Jahreswechsel bringt für die WINLINE-FIBU einiges an Mehrarbeit bzw. neuer Arbeit.
1. Arbeiten im Mandanten des Jahres 1997
1.1. DATEN - CHECK und REORGANISIEREN durchführen
Zumindest am Jahresende soll ein Reorganisationslauf und ein Datencheck durchgeführt werden. Alle WINLINE - Module schließen und im STARTMODUL - ABSCHLUSS die Programmpunkte DATEN -CHECK und REORGANISIEREN durchführen.
Durch den Reorganisationslauf kann eine "DIFFERENZLISTE" entstehen. Diese Liste enthält nicht zugeordnete offene Posten (da beispielsweise die Buchungsart B bei Buchen eines Kreditoren- oder Debitorenkontos verwendet wurde). Ausgleich dieses Problems siehe nachfolgende FRESH - UP - Buchungen.
1.2. Debitoren- und Kreditorenkonten überprüfen
Weiters sollen die Debitoren- und Kreditorenkonten überprüft und abgestimmt werden.
Sind alle eingegangenen Zahlungen, alle geleisteten Zahlungen gebucht, so sollen die einzelnen OP - Blätter auf nicht zugeordnete offene Posten bzw. Zahlungen überprüft werden. Dies ist durch das Vorhandensein von sogenannten "Vorauszahlungen" feststellbar. Der Ausgleich dieser "Vorauszahlungen" wird im Punkt 1.5. erläutert.
Nicht gebuchte Skonti können über die OP - Verwaltung im Programm FIBU - BUCHEN - BUCHEN DIALOG Eingabe der Kontonummer, Symbol "ZAHLUNG" durch Eingabe des Betrages im Feld Skonto ausgebucht werden.
Auch Kursdifferenzen sind spätestens jetzt auszubuchen. Das Anlegen einer Fremdwährungstabelle in FIBU - STAMMDATEN (mit Angabe der Konten für Fremdwährungskursverluste bzw. -gewinne) kann im neuen Mandanten helfen, Kursdifferenzen sofort bei der Zahlung automatisch auszubuchen. Voraussetzung dabei ist, dass beim Buchen der Eingangsrechnung in fremder Währung im Betragsfeld der Buchstabe F eingegeben wird und anschließend die Fremdwährung ausgewählt und der Fremdwährungsbetrag eingegeben wird.
1. 3. Überprüfung des Kassakontos und der Bankkonten
Überprüfung des Kassakontos und der Bankkonten mit dem Saldo des Kassabuches bzw. den Kontoauszügen vom 31. 12.
Das Abstimmen der übrigen Konten kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
1.4. Tagesabschluss durchführen
Mindestens einmal pro Jahr ist ein Tagesabschluss durchzuführen. Dadurch werden die gesammelten Werte auf die verschiedenen Umsatz- und Vorsteuerkonten gebucht.
1.5. FRESH - UP - Buchungen zum Abstimmen der Kreditoren- und Debitoren- konten
Beispiele:
in OP- Abbruch, KEINE OP ZUORDNUNG
FOLGE: es entsteht negativer VZ-Saldo, bedeutet Betrag ist keiner OP - Nummer zugeordnet
LÖSUNG: BUCHEN - DIALOG
OP-VERWALTUNG Kreditorenkonto eingeben
FAKTURA
Grafik in der Originalausgabe der ARGE - News
KF 01.12.97 5300 33001 11ER 4713RE 24000,--
KZ 30.12.97 33001 3210 12B Zlg. RE 4713 24000,--
Zahlung keiner OP zugeordnet, OP - Abbruch
FOLGE: es entsteht positiver VZ-SALDO
LÖSUNG: BUCHEN - DIALOG
OP-VERWALTUNG Kreditorenkonto eingeben
ZAHLUNG
Grafik in der Originalausgabe der ARGE - News
3. Differenzliste (entsteht bei Reorganisationslauf) enthält nicht zugeordnete OP
z. B. wurde gebucht:
01.12.97 4712r 13ER KF 5300 33002 48.000,00 30.12.97 4712r 13B B 33002 3210 48.000,00
30.12.97 4713r 14ER B 5300 33002 60.000,00
30.12.97 4713r 14B KZ 33002 3210 60.000,00
POSITIVER VZ-Saldo:
LÖSUNG KZ Datum 33002 8990 1UB KOR Betrag
B Datum 33002 8990 2UB KOE - Betrag
NEGATIVER VZ-Saldo:
LÖSUNG: KF Datum 8990 33002 3UB KOR Betrag
B Datum 8990 33002 4UB KOR - Betrag
LÖSUNG: in OP-VERWALTUNG - ZAHLUNG Skontobetrag bei SKONTO eingeben.
2. JAHRESWECHSEL durchführen
Im Programmodul WINLINE-START
ABSCHLUSS
JAHRESABSCHLUSS
Eingabe der neuen Mandantennr. z. B. 98NN
Dadurch werden die Konten (ohne Salden) und die offenen Posten der FIBU übernommen.
Wenn bei ARTIKELDATEI-ABSCHLUSS das JA bestätigt wird, erfolgt ein automatischer Übertrag des Lagerbestandes.
3. ERÖFFUNGSBUCHUNGEN im neuen Mandanten
Für die Durchführung der Eröffungsbuchungen stehen zwei Wege offen:
a) automatische Übernahme
mit Programmodul WINLINE-FIBU
ABSCHLUSS
EB-BUCHUNG
Vorjahresmandant eingeben (z. B. 97NN), mit Lupe im Unterverzeichnis markieren
Debitoren, Kreditoren mit Hakerl markieren
EB-Konto eingeben (z. B. 9800 EBK), Datum: 01.01.98
EB-Differenz anhaken
EB-Differenz bedeutet, die Eröffnungsbuchung wird mit dem aktuellen Saldo des alten Mandanten (z. B. 97NN) verglichen. Der Differenzbetrag wird zur Verbuchung im neuen Mandanten (z. B. 98NN) hergerichtet (z. B. bei mehrmaligen Eröffnungsbuchungen aufgrund von Korrekturen im alten Mandanten).
b) Einzelbuchung mit Buchungsart EB (für abgestimmte Sachkonten: z. B. Kassa, Bankkonten)
mit Programmodul WINLINE-FIBU
BUCHEN
BUCHEN-DIALOG
Das Verwenden der Buchungsart EB bewirkt, daß bei späterer automatischer Übernahme der restlichen Sachkonten durch Anhaken der EB - Differenz die mittels Einzelbuchung übernommen Konten nicht nochmals übernommen werden.
Für eventuell weitere Fragen verweise ich auf die HOTLINE-ÜFA-WINLINE und WINLOHN.
Ich wünsche allen ÜFA - Kolleginnen und Kollegen eine guten Start im neuen Jahr.
Mag. Friedrich Höfer, BHAK und BHAS Neunkirchen
Die Projektthemen in den Handelsschulen 97/98
Auf Grund des starken Interesses und der Nachfrage vieler Kollegen haben wir auch heuer wieder versucht, die Projektthemen der Handelsschulen in NÖ zu sammeln. Wir danken allen Kollegen, die uns ihre Projektthemen zugesandt haben. Außerdem wollen wir auf die ARGE-NEWS Nr. 4 und Nr. 7 verweisen, die ebenfalls die Projektthemenpools aus den Vorjahren beinhalten. Wir haben die Projektthemenliste nach Schulen geordnet, damit bei besonderem Interesse für ein bestimmtes Thema auch beim zuständigen Betreuer nachgefragt werden kann.
Mit dieser Themenliste hoffen wird, daß einige Anregungen für Projektarbeits - Newcomer dabei sind. Jene Projektthemen, die uns vor Redaktionsschluß nicht erreicht haben, werden wir in der nächsten ARGE-NEWS veröffentlichen.
Herzliche Grüße
Gitti Brennenstuhl & Heidi Matyas-Hauber
HAK/HAS Tulln
BADEN
BRUCK/LEITHA
KORNEUBURG
NEUNKIRCHEN
WAIDHOFEN/YBBS
ST. PÖLTEN
TULLN